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6. Konferenz "Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien" 2012

Stadtwerke, mittelständische Unternehmen, Kommunen und Bürgergemein-schaften sind die zentralen Akteure beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in den Regionen. Eine solche dezentrale und zukunftsfähige Energieversorgung erhöht die kommunale Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze, trägt zu einer nachhaltigen Energieversorgung und zum Schutz des Klimas bei. Immer mehr Stadtwerke haben diese Chance erkannt und entwickeln sich mit innovativen und marktfähigen Geschäftsmodellen vom klassischen Energieversorger zum modernen Energiedienstleister weiter.

Vor diesem Hintergrund hat EUROSOLAR e.V. in Kooperation mit den Stadtwerken Heidelberg am 21. - 22. Juni 2012 die 6. Konferenz "Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien" veranstaltet. Rund 280 Teilnehmer waren zusammengekommen, um sich auszutauschen und zu diskutieren. Die Veranstaltung knüpfte damit an den großen Erfolg der Vorjahre an.

Folgende Themen wurden diskutiert:

  • Welche Rolle spielen Stadtwerke beim Umbau der Energiewirtschaft?
  • Welche Chancen ergeben sich aus der Rekommunalisierung der Energieversorgung?
  • Wie können die vorhandenen Potentiale für den Aufbau einer kommunalen Energieversorgung mobilisiert werden?
  • Wie lässt sich die kommunale Eigenerzeugung erhöhen?
  • Wie können sich Bürger an regionalen Energieprojekten beteiligen?
  • Welche Akteure und Partner können die Stadtwerke bei der Umsetzung der Energiewende unterstützen?
  • Wie lassen sich Erneuerbare Energien speichern und in das Netz integrieren?
  • Wie sehen die Potentiale der Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt aus?
  • Welche Rolle spielt die Direktvermarktung bei der zukünftigen Energieversorgung?

"Stadtwerke sind aufgrund ihrer Nähe zu den Bürgern und ihrer dezentralen Strukturen die entscheidenden Akteure, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen. Der Umbau der Energielandschaft kann jedoch nur gelingen, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen", verdeutlichte die Geschäftsführerin von EUROSOLAR, Irm Scheer-Pontenagel, die aktuelle Brisanz dieser Konferenz. Neben der Erörterung des wirtschaftspolitischen Rahmens wurden auf der Konferenz konkrete Lösungen erarbeitet. Es wurde gezeigt, wie die vorhandenen Potentiale vor Ort für den Aufbau einer kommunalen Energieversorgung mobilisiert werden können. Anhand von Praxisbeispielen wurde bei der Konferenz erkennbar, wie Stadtwerke in Erneuerbare Energien investieren, die Verteilnetze ausbauen, die Wärmepotentiale nutzen sowie Projekte mit Bürgern umsetzen.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie, Michael Teigeler, wies auf die ökonomischen Chancen des Ausbaus Erneuerbarer Energien vor Ort hin: "Da wir Strom und Wärme aus regional verfügbaren Energien dort erzeugen, wo sie verbraucht werden, fördern wir nicht nur die Wertschöpfung in der Region sondern entlasten außerdem die Transportnetze – eine der größten Engpässe für den Umbau der Energiesysteme. Denn die Energiewende findet regional statt."

Die Konferenz hat gezeigt, wie Stadtwerke ihre Potentiale als Schlüsselakteure einer umweltfreundlichen und verbrauchernahen Energieversorgung nutzen können und welche Möglichkeiten sich für sie aus der Vielzahl von Geschäftsmodellen ergeben.